Bürgermeisteramt Antequera, Tourismus. Die römische Stadt “Villa romana de la Estación” liegt im Nordwesten der jetzigen Altstadt von Antequera. Obwohl dieser Ort seit Ende des letzten Jahrhunderts bekannt ist, wurde erst im Jahr 1998 bei der Ausführung von Straßenarbeiten am nördlichen Umgehungsring die archäologische Bedeutung dieser Stadt offensichtlich, erzwang die Umleitung des Straßenverlaufs  am Fundort vorbei,  wie auch  die Nichtvervollständigung des Straßenprojektes an dieser Stelle. Es handelt sich um eine Stadt, deren Wohnräume um einen großen Innenhof gebaut sind, der umgeben ist von Säulen: Das Peristyl, gepflastert mit Mosaiken (ca. 430 m²). Der Säulengang umrundet einen quadratischen Teich von mehr als 15 Metern; auf einer Seite in seinem Innern fand man Reste  von vier Parterrens, jedes von 4,3 Metern Durchmesser, die Inseln bilden  in diesem  großen Teich. Um diesen Bereich zu dekorieren verwendete man ein außergewöhnliches Repertoire von Marmorskulpturen, deren Anzahl  während der archäologischen Arbeiten an der Ausgrabungsstelle sich erhöhte. Die wichtigsten Marmorskulpturen, die bisher identifiziert wurden, kann man im Museum der Stadt Antequera betrachten und sind

  • Repräsentierung von Brot.
  • Büste von Germanico.
  • Kopf von Satrillo.
  • Kopf einer Gottheit, wahrscheinlich Venus.
  • Aphrodite.
  • Skulputurfragmente eines Satyr.
  • Schauspieler mit Maske.
  • Clypeus einer bärtigen Person (Philosoph oder  Dominus).
  • Maske von Melpomene.
  • Skulptur vom schlafenden Eros.
  • Skulptur von Eros reitend auf einem Wassertier.
  • Hippopotamus – Flusspferd.

Es ist auch außergewöhnlich (das einzige, das auf der iberischen Halbinsel erhalten ist) das parietale Fragment von Sectile (gearbeitet mit Schneidwerkzeugen aus lokalem und importiertem Marmor) mit einer Wasserdarstellung, die Teil eines dekorativen Sockels in den Räumen war. Die Skulpturengruppe, insgesamt, bringt uns das Denkschema dieser Stadt nahe, sowie die ideologische und wirtschaftliche Entwicklung der verschiedenen Eigentümern, die seit der Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. bis zum Beginn des V. Jahrhunderts unserer Zeit hier herrschten, mit großen Änderungen im späten III. oder frühen IV. Jahrhunderts. Bezeichnend für einen unbestreitbaren Geschmack der Freuden des Lebens, ohne Zweifel aus seiner Bewunderung zum Hellenismus wie auch der Kultur und Lebensphilosophie. Geographische Koordinaten: Breitegrad: 37º 1′ 40.08″ N◦Längengrad: 4º 33′ 48.67″ W.