Das ehemalige Kloster San Agustín wurde zwischen 1550 und 1556 errichtet, betreffend seiner allgemeinen Struktur;  Diego de Vergara hat diese Arbeiten durchgeführt. Das Portal verfügt über eine manieristische Komposition. Der darüber liegende Balkon ruft Aufmerksamkeit hervor und gibt dem Gebäude einen zivilen Ausdruck. Der Turm, im manieristischen Stil, erhebt sich bis zum Dachgesims und zwei weitere Zwiebeltürme zwischen zwei Strebepfeiler, präsentieren zwei Baumomente. Der Turm wurde im Jahr 2012 von der Área de Patrimonio Histórico (Abteilung historisches Kulturerbe) des Bürgermeisteramtes von Antequera restauriert. Sehr unterschiedlich waren die Reparaturen dieses Tempels. Hervorzuheben ist die im Jahr 1668 durchgeführte, bei dem das Mudéjar-Dach des Kirchenschiffes ausgetauscht wurde gegen ein Tonnengewölbe mit Lünetten, so wir es heute sehen. Die Hauptkapelle wurde im manieristischen Stil renoviert, die man durch einen großen Triumphbogen erreicht. Der Grundriss ist rechteckig und gedeckt mit einem gotischen Gewölbe, mit dekorativen Stuckarbeiten versehen und mit Gemälden, die dem Leben des heiligen Augustinus Raum gewidmet sind. So wird eine ausgewogene räumliche Einheit gebildet, mit Stuckverzierungen, mit Früchten, Schilde, Köpfe…

Im zentralen Kirchenschiff befinden sich die Altarbilder von Santa Rita (Heilige Rita), Santa Bárbara (Heilige Barbara) und die Capilla del Santo Entierro (Kapelle des Heiligen Entierro).  Seitlich des Evangelio (Evangelium) öffnen sich Kapellen, die wegen des Daches und der architektonischen Elemente interessant sind. Im Innern sind Altarbilder verschiedener Stilarten aufbewahrt.

COFRADÍAS EN EL TEMPLO (Bruderschaft der Templer) POLLINICA eröffnet die Prozessionsumzüge in der Karwoche in Antequera. Es ist die jüngste Bruderschaft, gegründet im Februar 1949. Im Jahr 1950 wurde zum ersten Mal das Gemälde des Jesús a su Entrada en Jerusalén (Jesus am Eingang nach Jerusalem) beim Umzug mitgenommen, gespendet von der Vereinigung der Bruderschaften. Es wurde in der Werkstatt Olot hergestellt und präsentiert einen Jesus auf einem kleinen Esel vor einer Palme, begleitet von einer Frau und deren Sohn und zwei jungen Menschen, die Jubeln und Beifall spenden mit Palmen und Oliven. In 1956 wurde in die Prozession die María Santísima de la Consolación y Esperanza (Heilige Maria des Trostes und Hoffnung) aufgenommen, die Ende des XVII. Jahrhundert von den Augustiner-Nonnen  abgetreten wurde. Sie wird José de Medina zugeschrieben, obwohl  sie den Werken Montes de Oca ähnelt. Zuvor wurde sie als  Consolación y Correa bezeichnet und zeigte ein Jesus-Kind. Die Prozession fand unter einem gründen Baldachin im antequeranischen Stil statt, mit Stickerei Applikationen, die zum erstem Mal im Jahr 2000 verwendet wurde, während früher ein achteckiger Baldachin verwendet wurde. Nach dem Umzug im Jahr 1968 in das ehemalige Kloster San Agustín, wurde im Jahr 1961 der ikonographische Zyklus dieser Bruderschaft mit Jesús en la Orando en el Huerto (Jeus betend im Garten) vervollständigt und ersetzt durch die heutige des Jahres 1974. Das Bildnis von Andrés de Carvajal des XVIII. Jahrhundert wurde angepaßt von Antono Checa. Es präsentiert Jesús de Rodillas al pie del olivo (knieender Jesus am Fuße des Ölbaumes), ein Engel  bietet den Kelch des Leidens an. Im Jahr 2000, dem goldenen Jubiläum und Liturgische Krönung der Jungfrau Maria, wird es ergänzt durch den aktuellen Baldachin und neue Utensilien, mit Stickereien der eigenen Werkstatt der Bruderschaft, Utensilien, die man in den Vitrinen des Tempels bewundern kann.

SANTO CRUCIFIJO Die ausgestorbene Bruderschaft, die bis zu vier Throne bei den Prozessionsumzügen mit sich führt. Eine Anekdoten  ihrer Geschichte, die erzählt wird, ist, daß  es zu Streitigkeiten kam mit der Bruderschaft Cofradía de la Soledad kam (Bruderschaft der Einsamkeit), mit Sitz in El Carmen, über die Position der Ankunft in der Santa María, wo sie über Jahrhunderte ihre Büßer-Station hatte. Die kirchliche Autorität mußte gegen das Privileg der älteren der El Carmen eingreifen. In der Kapelle del Santo Entierro können wir die beiden Statuen Virgen del Mayor Dolor en su Soledad (Unserer Lieben Frau des Leidens und Einsamkeit) und Cristo Yacente (liegender Jesus) sehen, wie auch eine Urne von großem Wert. Früher wurde ein Thron zur Prozession geführt mit Kreuz und Leichentuch, ein anderer mit „canina“ (Allegorie des Todes), der Heilige Santo Entierro und die Jungfrau Virjen ohne Podium, begleitet von zwei weiteren Skulpturen. Die meisten der Prozessions-Utensilien werden vermisst. Erhalten wurde nur eine wertvolle Urne und die Prozessionskrone der Jungfrau, die bei den heutigen Prozessionsumzügen mitgeführt wird.