convento-nuestra-senora-de-los-remdios1_400x600Bürgermeisteramt Antequera, Tourismus. Die erste Gründung der Franciscanos Terceros (Dritten Franziskaner) in Antequera war im Jahre 1519, an einem Ort bekannt unter Las Suertes. Hier begann man die kleine Skulptur der Jungfrau Virgen de los Remedios zu verehren, die zur Schutzpatronin der Stadt ernannt wurde. Die Abgeschiedenheit des Klosters und die Zunahme des Kultes um die Skulptur animierte die Mönche diese im Jahr 1607 nach Antequera zu bringen. Die Bauarbeiten der heutigen Kirche Iglesia de los Remedios begannen im Jahr 1628, durchgeführt vom Baumeistern Gonzalo Yáñez und Fernado de Oviedo. Das erste was anzusprechen ist, ist die Konstruktion der Mauern des Tempels bis zu Höhe des Daches. Fernado de Oviedo ist verantwortlich für die architektonische Innengestaltung wie auch der Decken. Die Fassade präsentiert eine originelle Disposition mit eindeutig manieristischem Charakter. Das eigentliche Portal ist einfach; hervorzuheben ist eine Loggia oder Veranda, dessen Dach von toskanischen Säulen mit drei Rundbögen getragen wird.  Der schöne Turm, der ganz aus Stein gemacht wurde, ist von Maurermeister Pedro Arevalo gebaut worden. Der Grundriss der Kirche ist ein lateinisches Kreuz, mit Kirchenschiffen und seitlichen Kapellen, am Ende abgeflacht. Das Hauptkirchenschiff, höher als die seitlichen, wird mit einen Tonnengewölbe bedeckt, gegliedert in fünf Abschnitte. Die Kuppel des Querschiffes ist halbkreisförmig und wird mit einer Kuppel gekrönt. Die ikonographischen Themen im Querschiff beziehen sich auf das Leben der Jungfrau Virgen, dem Heilen San Antonio und San José verbunden. Das Hauptaltarbild dieser Kirche, eines der schönsten, die in Antequera existieren, stammt aus dem ersten Drittel des XVIII. Jahrhundert und ist eine Arbeit des Stuckateurs und Schnitzers Antonio Rivera aus Antequera. Sein Kompositionsschema folgt dem Muster von José de Churriguera. Hinter dem Altar befindet sich die majestätische Nische der Jungfrau  Virgen de los Remedios, zwischen den Jahren 1700 und 1707 erschaffen. Dieser Grundriss ist sechseckig und ist mit einer halbkugelförmigen Decke gedeckt, kleinen Ausmaßes. Der Raum ist reichlich mit Stuck dekoriert. Das Zentrum krönt der Tempel oder der Thron der Jungfrau. Die Skulptur der Schutzpatronin stammt aus dem Beginn des XVI. Jahrhundert, erfuhr dann eine tiefgreifende Transformation im Jahr 1816 vom Bildhauer Miguel García Márquez aus Antequera.1922 wurde sie für immer zur Bürgermeisterin der Stadt gekrönt. In den seitlichen Altarbildern der Querschiffe kann man die Skulpturen von den Heiligen San José und San Antonio sehen, Arbeiten von Andrés de Carvajal. Eine weitere sehr interessante Arbeit dieses Autors ist die Skulpturgruppe der Virgen de los Ángeles (Jungfrau der Engel), die sich auf dem Altarbild befindet sich vor dem Eingang zur Sakristei. Erwähnenswert ist unter den Kapellen des Kirchenschiffes des Evangeliums die Rokoko-Nische, die die Jungfrau Virgen del Tránsito einnimmt. Im Kirchenschiff der Epístola lohnt es sich den Cristo de las Suertes (Christus des Glücks) anzusehen, eine Arbeit aus dem XVI. Jahrhunde und das imposante Gemälde, das die Szene La entrega de la Virgen de los Remedios (Übergabe der Jungfrau Remedios) an den Mönch Martín de las Cruces darstellt durch den Apostel Santiago (Jakobus).