Dieses Gemeindegebäude befindet sich in den Nebengebäuden des ehemaligen königlichen Klosters San Zoilo, im Kreuzgang.
Das Kloster des Franziskaner Orden war das erste, das in der Stadt errichtet wurde. Eine königliche Verfügung der Könige Isabel und Fernando vom 18. September 1500 bestimmte, dem Willen ihres Sohnes Juan folgend, ein Kloster zu bauen, das San Zoilo gewidmet ist.
Dafür trugen sie mit einer Summe von 600.000 Heller bei. Die Arbeiten fanden zwischen 1501 und 1515 unter der Leitung des Architekten Enrique Egas statt.
Der Kreuzgang, in dem sich die Stadtbibliothek befindet, entspricht dem gotischen Stil der Katholischen Könige. Es gibt auf beiden Etagen Galerien, im Erdgeschoss mit Rundbögen und im Obergeschoss mit abgesenkten Bögen. Die Säulen aus Sandstein im Erdgeschoss wie auch in der oberen Loge wurden ersetzt durch roten Kalkstein nach toskanischem Vorbild.
Das Gebäude wurde im Jahr 2002 umgebaut, um sie als Bibliothek nutzen zu können. Dabei wurde die Treppe im königlichen Stil rekonstruiert. Ein Bauwerk, das einst vom Baumeister Francisco Gutiérrez Garrido dokumentiert wurde und eine herausragende Rolle bei den Bauten im letzten Viertel des 16. Jahrhundert spielte, sowohl die Klosterkirche wie auch den Kreuzgang betreffend.