Die Karwoche in Antequera hat eine Reihe von Unterscheidungsmerkmalen, die sie zu einem schönen und harmonischen Ganzen vereint, wo Kunst, Geschichte, Tradition und Glauben miteinander vermischt sind. Vielleicht war das der große Verdienst unserer Stadt, daß wir das Alte bewahrt haben, ohne abzufallen (wie es in anderen andalusischen Städten geschehen ist) und ohne die neuartige Karwoche in Sevilla nachzuahmen.

Die Bruderschaften verfügen über eine reiche und monumentale professionelle Ausstattung. Seine Statuen, die meisten Skulpturen, geschaffen von Kunsthandwerkern, die sich im XVI. und XVIII. Jahrhundert in Antequera niederließen, sind von großem künstlerischen Wert, beginnend von den Stickereien der Mäntel und Dächer bis hin zu den Elementen ziselierter Silberarbeiten, sind künstlerisches Kulturerbe der Karwoche unserer Provinz.

Die Prozessionen von Antequera haben eine Reihe von Besonderheiten, die sie im Vergleich zur andalusischen Karwoche einzigartig macht. Auf der einen Seite werden die Throne auf der Schulter getragen von den „hermanacos“ (Trägern), im Unterschied zu den „costaleros“, berühmt wegen ihrer Kleidung und der Verwendung der „horquillas“  (Krücken), um den Thron zu halten, wenn sie anhalten. Angeführt werden die „hermanaco“ während der gesamten Prozession vom “Hermano Mayor de Insignia” (Älteste Bruder mit seinen Ehrenzeichen).

Auch sollten wir eine andere zentrale Figur der Karwoche in Antequera erwähnen, den “campanillero de lujo” (prachtvolle Glöckner): Ein Junge oder Mädchen nicht älter als acht Jahre, normalerweise aus einer Familie, die einer Bruderschaft angehört, die eine Tunika trägt aus Samt mit Goldfäden bestickt mit einer langen Schleppe. Die „campanilleros“ laufen zusammen mit dem „Hermano Mayor“ voraus und seine Aufgabe ist es mit den Glocken zu warnen,  wenn der Thron startet oder bereits unterwegs ist.

Darüber hinaus gibt es einige unvergessliche Momente in unserer Karwoche, wie der bekannte „correr la vega“: Im flotten Tempo rennen die Bruderschaften mit den Thronen am Ende der Prozession den steilen Anstieg hinauf zu ihrer Kirche um den Thron zurückzubringen. Offenbar ist der traditionelle Sinn dieses Brauches das Segnen der fruchtbaren Ebene von den Hügeln der Stadt aus, die in jenen Tagen  Hauptquelle des Wohlstands der Bevölkerung war.

Eine Tradition, die am 4. Dezember 2012 als „Fiesta de Interés Turístico Provincial”  (Fest von touristischem Interesse) von der Provinzregierung von Málaga erklärt wurde. Ein anderer besonderer Moment, den man bei  Prozessionsumzügen in der Stadt erleben kann, ist das „el encuentro“, wenn sich die Throne der gleichen oder verschiedenen Bruderschaften als Symbol der Vereinigung treffen und sich Glück wünschen zur professionellen Prozession. Alle diese Besonderheiten und weitere, wie die großen Sockel der Jungfrauen, die Art der Baldachine, die Banner, usw. verleihen der Karwoche einem besonderen Stil und unterscheidet sie zu anderen.

Neun Bruderschaften tun Buße während der Karwoche in den Straßen der Stadt, verteilt während dieser Tage:

Gruppen der Bruderschaft von Antequera  www.agrupaciondecofradiasdeantequera.org

KARWOCHE 2017

HORARIOS E ITINERARIOS 2017