Bürgermeisteramt Antequera, Tourismus.  Die schlichte Kirche San Pedro wurde im Jahr 1522 gebaut. Sehr bald wurde dieser Tempel zu klein und man begann im Jahr 1574 mit neuen Arbeiten, trotzdem,  angesichts der Knappheit der Ressourcen und der Ehrgeiz der Arbeiten, verlängerte der Bau sich über lange Zeit. Wir wissen nichts über das ursprüngliche Projekt, obwohl die Bauten in den Jahren 1627 und 1636 vom Architekten der Kathedrale in Málaga  durchgeführt wurden, Pedro Díaz de Palacios.

Dieser große Tempel  fügt sich in die Gruppe der Kirchen in Antequera ein, die als Säulen Kirchen im Renaissance Stil  bezeichnet  werden. Doch in Relation gesehen zu den beiden anderen,  Santa María und San Juan, ist diese mit einem gotischen Kreuzgewölbe gedeckt und nicht wie die anderen beiden mit einem Dachgestell  im Mudéjar Stil. Die Säulenhalle von San Pedro ist von großem Umfang, aber arm in der Dekoration. Das Kirchenschiff präsentiert sich in sechs Abschnitten, mit deutlich niedriger Höhe in den ersten beiden seitlichen Abschnitten. Die internen Stützen sind Säulen auf Sockeln und sehr hohe glatte Säulen, die eher einem gotischen Modell zuzuschreiben sind als einem aus der Renaissance. Das Kreuzdach ist von großer Schlichtheit, ist dekoriert mit barocken Stuckarbeiten am Ende des  Kirchenschiffes des Evangeliums. Die Stirnfläche der Hauptkapelle ist bestückt mit einem Altarbild aus mehrfarbigen Stuck, das im ersten Drittel des  XVIII. Jahrhundert  angefertigt sein muß. Es besteht aus zwei Abschnitten mit Dach, in denen dreizehn Leinwände verteilt sind, umgeben mit Gipsrahmen. Die Kuppel oder der Baldachin scheint in einer willkürlichen Art über dem Altarbild zu lagern, in der Hauptkapelle der Santa Maria gefertigt und scheint antransportiert worden sein ungefähr Ende des XVIII. Jahrhundert. Darunter ist ein kleines Altarbild mit korinthischen Säulen auf denen in der Mitte ein Gebälk in Form eines Rundbogens steht. Unter den künstlerischen Arbeiten, die in der Kirche verteilt sind, heben sich einige hervor die aus dem XVIII. Jahrhundert stammen.

Im Kirchenschiff des Evangeliums, am Fuße, finden wir ein interessantes Gemälde der  Virgen del Silencio (Jungfrau des Schweigens). In dem gleichen Kirchenschiff in der Kapelle der Nuestra Señora del Consuelo (Unserer lieben Frau des Trostes) ist der Bogen geschmückt mit einer mehrfarbigen architektonischen Stuckarbeit. Das Bildnis der Virgen del Consuelo (Jungfrau des Trostes) ist eine Leidende gekleidet wie im XVIII. Jahrhundert. Den Kopfteil des Kirchenschiffes nimmt ein prunkvolles Altarbild aus der ersten Hälfte des XVIII. Jahrhundert ein, in dem wir einige interessante Skulpturen antreffen, wie den San Antonio und San Francisco Javier des XVII. Jahrhunderts. In der Hauptnische befindet sich die Inmaculada etwas kleiner als normale Körpergröße im Rokoko-Stil.

Neben der Türe der Sakristei, bereits in dem Kirchenschiff Epístola, gibt es ein kleines zartes Altarbild aus dem XVIII. Jahrhundert mit einem interessanten Niño Jesús Pasionario (Jesuskind der Passion), etwas kleiner als normale Körpergröße. Auf der gleichen Seite finden wir eine Leinwand der Schule aus Sevilla, der den toten Christus präsentiert umgeben von jungen Engeln. Das nächste Altarbild ist der Virgen de los Afligidos (Jungfrau der Betrübten) gewidmet, ein goldenes Holzaltarbild und schlichter Komposition.

Aus der Perspektive der Architektur ist der nächste Raum von Interesse, die Kapelle des “Animas”, dessen Kuppel und Bögen mit prächtigen Stuckarbeiten dekoriert sind. Das Hauptaltarbild ist aus dem XVIII. Jahrhundert.  In der  Hauptnische, zwischen den kleinen Figuren des Animas in den Flammen, erhebt sich die Figur des gekreuzigten Cristo de la Misericordia (Christus der Barmherzigkeit), eines Schülers von Pedro de Mena. Die seitlichen Altarbilder sind aus dem XVIII. Jahrhundert und stellen die Jungfrau Virgen de la Antigua dar, ein Bild aus dem XVI. Jahrhundert, dazu weitere weniger wertvolle Skulpturen.

Bevor wir die Tauf-Kapelle erreichen sehen wir eine wichtige Skulptru des gekreuzigten Cristo de las Penas (schmerzenden Christus) des XVII. Jahrhundert mit gut gearbeiteter Anatomie, zeigt die Besonderheit eines  fast vertikalen Armes, wie es von den Jansenisten vorgeschlagen  wurde. In der Tauf-Kapelle gäbe es wenig anzusprechen, wenn es nicht die Skulptur des Bautismo de Cristo (Taufe Jesus) gäbe mit einer gewissen Qualität und eigener Handschrift, geschaffen aus rotem Kalkstein des El Torcal und datiert auf das XVI. Jahrhundert.

Die Sakristei hat eine rechteckige Grundfläche gedeckt mit einem Halbtonnengewölbe, durch Bögen in drei Abschnitte geteilt. Interessant sind die Grisaille-Malereien, die im Mittelpunkt zu sehen sind. Weitere interessante Stücke in diesem Raum sind der zentrale Tisch und der Wasserkrug, gearbeitet aus rotem Kalkstein des El Torcal.